Stadtwerke im internationalen Austausch

Gäste aus Sfax besichtigen Biogas- und Kompostierungsanlage

Betriebsleiter Sven Bratek (2.v.l.) führte die Gäste aus Sfax über die Biogas- und Kompostierungsanlage. Mit dabei war auch Stadtverordnetenvorsteherin Marianne Wölk (3.v.r.) (Foto: Stadtwerke Marburg, Sarah Möller)

Die Stadtwerke Marburg haben 19 Besucherinnen und Besucher aus Marburgs tunesischer Partnerstadt Sfax im Rahmen ihres Besuchs in Marburg auf der Biogas- und Kompostierungsanlage der Stadtwerke-Tochter Marburger Entsorgungs-GmbH (MEG) in Cyriaxweimar begrüßt. Betriebsleiter Sven Bratek zeigte den Gästen aus Tunesien sowie der Stadtverordnetenvorsteherin Marianne Wölk, was auf der Anlage mit dem Bioabfall der Marburgerinnen und Marburger geschieht.

Betriebsleiter Sven Bratek erklärte den Besucherinnen und Besuchern aus Tunesien, dass die MEG das Material aus Marburger Biotonnen und Gärten sowie Speisereste aus der Gastronomie und Großküchen- 12.000 Tonnen jährlich - sammelt und alles auf die Anlage nach Cyriaxweimar bringt. Dort wird das Biogut in einem ersten Schritt in der Biogasanlage verarbeitet. "Mit dem erzeugten Biogas werden rund 400 Marburger Haushalte mit Strom und Wärme versorgt", erklärte Bratek. Was nach der Bio-gasgewinnung übrig bleibt, reift auf der Anlage in der nachgeschalteten Kompostierung zu hochwertigem Gütekompost, der unter anderem in der ökologischen Landwirtschaft verwendet wird. Der Kompost ist ebenfalls Basis für hochwertige Garten- und Pflanzerden, die auf der Anlage verkauft werden.

"Es ist wirklich toll, dass der Marburger Bioabfall noch so gut genutzt wird", sagte Stadtverordnetenvorsteherin Marianne Wölk. "Eine Verwertung des Bioabfalls wie bei der MEG gibt es in Tunesien nicht. Deshalb kam die Besichtigung der Biogas- und Kompostierungsanlage bei den Gästen aus Sfax sehr gut an", fügte sie hinzu.

Der Freundeskreis Marburg-Sfax fördert die Begegnung zwischen den Partnerstädten in Deutschland und Tunesien. Aus der tunesischen Partnerstadt Sfax war der Chor Lael zu Gast in Marburg, um gemeinsam mit Marburger Chören zu singen und Konzerte zu geben. Die Städtepartnerschaft mit Sfax gibt es seit 1971.