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23.10.2017 11:02 Alter: 31 days
Kategorie: Stadtverkehr Stadtverkehr

Mobil sein ohne Grenzen

Stadtwerke bieten Mobilitätstraining für Seniorinnen und Senioren aus Ockershausen an


In kleiner Runde, aber mit viel Spaß: Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Stadtwerke Marburg Regina Kranz, Birgit Stey (v. l.) und Arnold Hert (4. v. l.) gemeinsam mit den Seniorinnen und Senioren aus Ockershausen vor dem Übungsbus.

Helga Büttner übt das Einsteigen in den Bus. Unterstützung bekommt sie dabei von Regina Kranz und Arnold Hert.

Bereits zum wiederholten Male veranstalteten die Stadtwerke Marburg ein Mobilitätstraining für ältere Menschen zur sicheren Nutzung von öffentlichen Verkehrsmitteln. In diesem Jahr folgten Birgit Stey, Regina Kranz und Arnold Hert von den Stadtwerken der Einladung des Arbeitskreises "Gut älter werden in Ockershausen", ein Mobilitätstraining für Seniorinnen und Senioren aus Ockershausen zu veranstalten.

Ältere Menschen, die kein eigenes Auto besitzen oder kein Auto mehr fahren möchten, aber trotzdem mobil bleiben wollen, sind besonders auf den Öffentlichen Personennahverkehr angewiesen. Einkäufe, Arzt-, Verwandten- oder Freundesbesuche, das alles sind Wege, die gerne mit dem Bus erledigt werden. "Trotzdem sind viele ältere Kundinnen und Kunden verunsichert, wenn sie gebrechlicher werden und zum Beispiel auf Gehhilfen oder Rollatoren angewiesen sind. Das muss aber nicht sein", erklärte Birgit Stey, Geschäftsführerin der Stadtwerke Marburg Consult. "Mit ein paar Tricks und dem Wissen um das richtige Ein- und Austeigen können sie auch mit dem Rollator und dem Rollstuhl selbstbestimmt unterwegs sein und am Leben teilnehmen".

Birgit Stey informierte in einem kurzen Vortrag zunächst über den Öffentlichen Personennahverkehr in der Universitätsstadt Marburg und erklärte den Seniorinnen und Senioren, wo man Fahrkarten kaufen kann und welche Fahrkarte sich wann und für wen lohnt. Anschließend stellte Regina Kranz, bei den Stadtwerken zuständig für Jahreskartenabonnements, die barrierefreien Fahrzeuge der Stadtwerke vor, die fast alle abgesenkt werden können und mit Rollstuhlrampen ausgestattet sind. Anschließend folgten Praxistipps für das tägliche Busfahren wie z. B. das Ein- und Aussteigen. Das fängt bereits mit der richtigen Warteposition an der Haltestelle an, denn der Busfahrer sollte schon bei der Anfahrt erkennen können, dass der Fahrgast Einstiegshilfen benötigt. Wenn eine Haltebucht noch nicht über eine erhöhte Bordsteinkante verfügt, kann der Einstieg auf über die ausklappbare Rampe erfolgen, die i.d.R. der Busfahrer ausklappt. "In Marburg findet sich aber meist auch ein netter Fahrgast, der dann auch schon mal mit anpackt", betonte Regina Kranz. Dass das in Marburg meist gut klappt, konnten die Seniorinnen und Senioren zugleich bestätigen. Neben dem Ein- und Aussteigen gab die Stadtwerke Mitarbeiterin noch Hinweise zum richtigen Verhalten im Bus. So sollte bei einem Rollstuhl oder Rollator nicht vergessen werden, die Bremse anzuziehen. "Man sollte sich aber nicht auf den Rollator setzen, sondern auf einen Platz in der Nähe", gab Regina Kranz den Senioren mit auf den Weg. Notfalls müsse man einen anderen Fahrgast bitten, einen Platz freizumachen.

Nach den Praxistipps übten die Stadtwerke Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter gemeinsam mit den Gästen, wie der Bus als tägliches Fortbewegungsmittel trotz körperlicher Einschränkungen dennoch sicher genutzt werden kann. Dazu brachten sie für das Training einen Bus mit, an dem die Senioren sich jede Menge Zeit lassen konnten, um unter Anleitung und ohne die Hektik des Alltags das sichere Ein- und Aussteigen sowie Fahren zu üben.

"Wir gehen sehr gerne in den Dialog mit unseren Kundinnen und Kunden und freuen uns, wenn wir den älteren Fahrgästen Tipps mit auf den Weg geben können, um ihnen die Nutzung unserer Busse zu erleichtern", betonte Birgit Stey. "Auf der anderen Seite nehmen wir natürlich auch gerne Rückmeldungen entgegen, um unser Angebot stets verbessern zu können".