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28.10.2016 10:17 Alter: 1 year
Kategorie: Unternehmen Unternehmen

Stadtwerke testen erstes Mieterstromprojekt

Ohne Risiko gestalten Kunden Energiewende mit


Von der Tribüne der Tennisplätze sieht man die neue PV-Anlage, auf dem Dach der Tennishalle. Der Vereinsvorsitzende Heiko Hampl (links) und Stadtwerke Vertriebsleiter Holger Armbrüster freuen sich über die erste Kooperation bei dem neuen Mieterstromprojekt der Stadtwerke.

„Die lokale Energiewende kann nur gemeinschaftlich erfolgreich umgesetzt werden“, sagt Stadtwerke Geschäftsführer Norbert Schüren und erklärt, „mit unserem Mieterstromprojekt wollen wir die Bevölkerung gezielt beim Umstieg auf regenerative Energieerzeugung unterstützen. Eine Art ökologische Hilfe zur ökologischen Selbsthilfe“. Bei dem Mieter- bzw. Direktstrommodell der Stadtwerke betreibt das kommunale Unternehmen Photovoltaik-Anlagen auf den Dächern der Kundinnen und Kunden. „Unser neues Modell ist eine klassische Win-Win-Situation. Unsere Kunden können den vor Ort erzeugten Strom zu günstigen Konditionen beziehen, wir zahlen ihnen eine Pacht dafür, dass wir die Anlage auf ihrem Dach errichten dürfen und gemeinsam senken wir den CO2-Verbrauch in Marburg weiter“, berichtet der Stadtwerkechef Norbert Schüren.

 

Wie das Direktstromprojekt in der Praxis funktioniert testen die Stadtwerke am Kooperationsbeispiel mit dem Tennis-Verein 1965 Marburg e.V.. Im Juli dieses Jahres hat das Versorgungsunternehmen eine PV-Anlage mit einer Leistung von rund 60 Kilowatt peak auf dem Dach der Tennishalle installiert. Die Kosten für die Anlage übernehmen die Stadtwerke und zahlen zusätzlich dem Verein noch eine Pacht für die Nutzung der Dachfläche. Die Photovoltaik-Anlage soll im Jahr einen Ertrag von ca. 51.000 Kilowattstunden Strom produzieren, davon wird der Tennisverein knapp 50 Prozent selbst nutzen. Dadurch wird der Verein pro Jahr 30.000 Kilogramm CO2 einsparen. „Aus dem engen Austausch mit unseren Kunden wissen wir, dass viele gerne in die Eigenstromerzeugung einsteigen möchten, aber angesichts der hohen Kosten vor dem Kauf eigener Anlagen zurückschrecken. Mit unserem neuen Modell zur aktiven Beteiligung der Bürgerinnen und Bürger an der Energiewende vor Ort haben wir darauf reagiert. Wir übernehmen die Kosten für die PV-Anlage, zahlen den Dacheigentürmern Miete und die Gebäudebewohner beziehen den Strom zu günstigen Konditionen“, fasst Stadtwerke Vertriebsleiter Holger Armbrüster die Vorteile des neuen Modells zusammen und führt weiter aus „Wir möchten diese Idee zukünftig gerne als Mieterstrommodell auf Mehrparteienhäuser anwenden“. 

 

Bei den Verantwortlichen des Tennisvereins kommt das Mieterstromprojekt jedenfalls sehr gut an. „Wir haben die passende Fläche auf unserer Tennishalle. Mit dem neuen Projekt der Stadtwerke können wir das Dach nun endlich nutzen, ohne Geld investieren zu müssen oder gar ein Risiko einzugehen“, freut sich Heiko Hampl, 1. Vorsitzender des Tennisvereins. Wie gut diese Kooperation zum Wohle der Umwelt funktioniert, zeigt ein zweiter Aspekt. Die Pacht für die 20-jährige Nutzung der Dachfläche haben die Stadtwerke dem Sportverein als Einmalzahlung ausgezahlt. „Als uns der Verein gesagt hat, dass sie gerne in eine neue, moderne und umweltschonendere Heizungsanlage investieren möchten, haben wir unseren Kunden auch dabei unterstützt“, sagt Vertriebsleiter Armbrüster und ergänzt abschließend, „Selbstverständlich hat die Installation der PV-Anlage ein regionaler Fachbetrieb vorgenommen. Auch hier legen wir Wert auf unsere regionale Verankerung. Aus der Region, für die Region lautet unser Motto“.