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02.03.2017 15:41 Alter: 116 days
Kategorie: Veranstaltung

Elektrifiziert – 111 Jahre Stromversorgung


Ansicht Detail Herrenmühle um 1908

Derzeit zeigen die Stadtwerke Marburg an ihrem Standort Am Krekel eine Ausstellung mit historischen Fotografien und Werbe- wie Technikmotiven zum Thema „Elektrifiziert - 111 Jahre Stromversorgung“.

Im Zentrum der Präsentation steht die Alte Herrenmühle am Rudolphsplatz, die ab 1906 bis zum Umzug der Stadtwerke zum Krekel  in 1977 das erste Marburger Elektrizitätswerk beherbergte.

 

Es sind vor allen Dingen großformatige historische schwarzweiße Fotoaufnahmen der Alten Herrenmühle am Rudolphsplatz, die im Foyer der Stadtwerke ins Auge stechen. Sie dokumentieren den Umbau der alten landgräflichen Mühle zum seinerzeit modernen Elektrizitätswerk.  Auch seltene Fotos des Gebäudes nach dem Brandschaden von 1908 sowie  Ansichten alter Strom- Freileitungen oder Turbinen sind im Foyer und im Kundenzentrum der Stadtwerke Marburg zu sehen.

 

Marburger Strompioniere elektrifizierten die Region

Die Alte Herrenmühle hatte für die Elektrifizierung des Landkreises Marburg-Biedenkopf und der Region eine zentrale Bedeutung. Nachdem im März 1904 die Marburger Stadtverordnetenversammlung den Ausbau der Herrenmühle zum Elektrizitätswerk beschlossen hatte, das 1582 – 83 vom landgräflichen Baumeister Eberhard Baldewein errichte Gebäude war 1903 wegen Unrentabilität an die Stadt Marburg verkauft worden, wurden bereits ab Januar 1906 die ersten 130 Stromabnehmer in Marburg regelmäßig mit Strom versorgt.

 

Am 1. Juli 1908 brannte das Elektrizitätswerk nach einem Kurzschluss aus, doch nach 8 Tagen konnte bereits wieder mit der Stromlieferung begonnen werden. Die Brandruine wurde mit einem Notdach versehen und ab 1910 mit teilweise neuen Architekturelementen, so dem Uhrturm an der Westseite, den ältere Bürgerinnen und Bürger noch kennen, saniert.

 

Von hier aus elektrifizierten die Marburger Ingenieure und Facharbeiter ab 1914 sehr erfolgreich den gesamte Landkreis und mehr, darunter zunächst bis 1915 Fronhausen, Gisselberg, Niederwalgern, Ockershausen , Odenhausen, Wehrda,  Cappel, Marbach, Bellnhausen, Sichertshausen, Hassenhausen, Oberweimar, Wolfshausen und Roth. Der Erste Weltkrieg unterbrach den weiteren Ausbau des Stromnetzes, doch dann ging es Zug um Zug weiter.

 

Bis 1929 hatte das Marburger Elektrizitätswerk 96 Ortschaften und mehrere Großabnehmer an das Marburger Versorgungsnetz angeschlossen. 79 dieser Ortschaften gehörten zum Landkreis Marburg, eine Ortschaft zum Landkreis Kirchhain, 7 zum Landkreis Biedenkopf und 9 zu Wetzlar.

 

1929 wurde diese Anlagen nach einer Gebietsreform und der Auskreisung der Stadt Marburg zunächst an die Landkreise verkauft, dann von der damaligen Energie Aktiengesellschaft Mitteldeutschland AG (EAM) übernommen.

 

Ausstellung

Elektrifiziert – 111 Jahre Stromversorgung in Marburg

Foyer und Kundenzentrum

Stadtwerke Marburg

Am Krekel 55

 

35039 Marburg

Geöffnet

Montag bis Donnerstag

8:00 – 16:30

Freitag 8:00 – 14:00