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18.03.2014 11:53 Alter: 3 yrs
Kategorie: Stadtverkehr Stadtverkehr

Busse stehen erneut still

Marburger Verkehrsgesellschaft wird bestreikt


Bereits zum siebten Mal haben sich der Landesverband Hessischer Omnibusunternehmer (LHO) und die Vertreter von Ver.di zusammengesetzt. Noch immer wird über bessere Arbeitsbedingungen für die rund 800 hessischen Beschäftigten in privaten Busbetrieben verhandelt. Allerdings wurde auch diese Runde ergebnislos abgebrochen, worauf Ver.di zum erneuten Streik aufgerufen hat.

 

Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Marburger Verkehrsbetriebe haben sich mit ihren Kolleginnen und Kollegen solidarisiert, ab Betriebsbeginn Mittwochmorgen um 04:00 Uhr und bis voraussichtlich Betriebsende Freitagnacht um 01.30 Uhr bleiben demnach alle Busse im Depot. Der Schul- und Berufsverkehr in Marburg ist entsprechend eingestellt. Analog zu den letzten Streiks haben sich die Verantwortlichen bei den Verkehrsbetrieben auf die Situation vorbereitet. Schulen, Radiosender und Presse wurden bereits direkt nach bekanntwerden des Streiks benachrichtigt. „Unser Streckendienst ist ebenfalls schon im Einsatz und hat umgehend Informationen an den Haltestellen angebracht. Wir versichern unseren Kundinnen und Kunden sowie insbesondere den besorgten Eltern, dass wir alles unternehmen, damit kein Kind unvorbereitet an der Bushaltestelle stehen muss“, erklärt Wolfgang Otto, Geschäftsführer der Verkehrsbetriebe. Während des Streiks wird der Streckendienst die Haltestellen im Innenstadtbereich abfahren und die Kundinnen und Kunden persönlich über die Situation informieren.

 

 

 

Allein für die Universitätsstadt Marburg bedeutet der erneute Streik, dass die

Buskundinnen und –kunden auf die Fahrdienstleistungen von 80 Fahrzeugen im öffentlichen Nahverkehr verzichten müssen. Alle 20 Marburger Buslinien sind betroffen und auch die Schwimm- und Turnfahrten für die Marburger Schulen fallen aus. Insgesamt handelt es sich um rund 11.000 Nutzwagenkilometer, die pro Tag nicht gefahren werden.

 

„Wir erkennen den Streik als ein legitimes Mittel bei Arbeitskampfmaßnahmen an. Er ist Bestandteil unseres freiheitlich demokratischen Grundverständnisses und die Tarifautonomie ist unbestreitbar ein im Grundgesetz verankertes Recht der Gewerkschaften“, erklärt der Geschäftsführer der Marburger Verkehrsgesellschaft Wolfgang Otto. Gleichzeitig rufen die Stadtwerke alle Beteiligten dazu auf an den Verhandlungstisch zurückzukehren. „Sowohl die Gewerkschaft als auch die hessischen Omnibusunternehmer sind sich sicherlich bewusst, dass ihr Handeln unmittelbare Konsequenzen für tausende Bürgerinnen und Bürger landesweit hat. Insbesondere für unsere Kundinnen und Kunden in Marburg kann der erneute Streik seltsam anmuten, zahlen wir doch unseren Beschäftigten bereits heute einen Lohn, der in der Höhe der Forderung von Ver.di liegt“, erklärt Wolfgang Otto abschließend.